Das Inn-Museum
Der Inn war über 2.000 Jahre lang ein viel genutzter Transportweg. Auf einfachen Holzschiffen mit geringem Tiefgang, so genannten Plätten, haben die Schiffleut Getreide, Wein, Speiseöl, Gewürze, Salz, Tabak und vieles mehr befördert. Um einen Schiffzug mit einer Nutzlast von 200 Tonnen flussaufwärts zu ziehen, waren viele Menschen, Zugtiere und Hilfsmittel nötig.
Im Inn-Museum zeugen zahlreiche Ausstellungsstücke von den Mühen der Innschifffahrt. Glaube und Brauchtum der Schiffleut werden hier lebendig und verdeutlichen die Gefahren und Mühen, denen die Menschen auf dem Inn ausgesetzt waren.
JUBILÄUM: 40 JAHRE INN-MUSEUM
Seit vier Jahrzehnten erzählt das Inn-Museum die Geschichte eines Flusses, der Landschaft, Wirtschaft und Menschen in der Region geprägt hat. Zum Jubiläum lädt das Museum zu einem Flusserlebnistag und einer Vortragsreihe ein.

Weitere Highlights
- Ausstellung zur Wildbachverbauung im Wandel der Jahrhunderte
- Arbeitstechniken des Schiffshandwerks
- Originalgetreues Modell einer 15 Meter langen Plätte, auch Kuchlschiff genannt
- historische Ausstellungsstücke aus der Zeit des königlich bayerischen Flussaufsichtsdienstes
Geschichte des Flussbaustadels
1560 – Karteneintrag auf Philipp‑Apian‑Karte
Auf der Bayern‑Landkarte des Kartografen Philipp Apian von 1560 ist an dieser Stelle bereits ein Gebäude eingezeichnet.1662 – Erste Nennung: Churfürstlicher Bruckbaustadel
In den Quellen taucht 1662 erstmals die Bezeichnung „Churfürstlicher Bruckbaustadel“ auf; das genaue Baujahr ist nicht überliefert, möglicherweise wurde das Gebäude unter Kurfürst Maximilian I. angelegt und diente als Straßen‑ und Brückenbaustadel.1938 – Umnutzung zum Fluss‑/Wasserbaustadel
Ab 1938 wurde das Gebäude nicht mehr für den Straßenbau genutzt, sondern für den Wasser‑ und Flussbau; seitdem ist es als "Flussmeister-"" bzw. "Flussbaustadel" bekannt.1982 – Ende der traditionellen Baustadel‑Nutzung
Bis 1982 wurde der Bau von der Staatsbauverwaltung ununterbrochen und ohne größere Umbauten weiterhin als Baustadel genutzt.1984 – Beginn Renovierung zum Museum
Im Jahr 1984 begannen umfangreiche Renovierungs‑ und Umbauarbeiten, um das Gebäude in ein Museum zu verwandeln.1986 – Eröffnung des Innmuseums
Am 21. April 1986 eröffnete Staatsminister Franz Neubauer das "Innmuseum" des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim; das Museum beherbergt die 1949 von Hauptflussmeister Franz Thaler gegründete "Wasserbau‑ und Schifffahrtstechnische Sammlung".Freigelände am Inn
Untergebracht ist das Museum in dem denkmalgeschützten historischen Bruckbaustadel an der Innbrücke in Rosenheim, der aus dem 17. Jahrhundert stammt. Aber auch das angrenzende Freigelände ist einen Besuch wert: Das parkähnliche Gelände direkt am Inn ergänzt die Ausstellung im Museum um interessante Objekte, zum Beispiel eine rekonstruierte Zementplätte aus dem 19. Jahrhundert und zahlreiche Kunstwerke.

Adresse und Kontakt
Inn-Museum Rosenheim Innstraße 74 (an der Innbrücke) 83022 Rosenheim Parkmöglichkeit begrenzt vor dem Museum Tel.: 08031/ 305-01 Fax: 08031/ 305-179 E-Mail: poststelle@wwa-ro.bayern.deÖffnungszeiten
Anfang April bis Ende Oktober samstags und sonntags ab 10:00 bis 16:00 Uhr Gruppenführungen sind auf Anfrage jederzeit, auch außerhalb der Saison möglich Das Freigelände ist ganzjährig ohne Eintritt zugänglich. Für Unfälle wird nicht gehaftet.Eintrittspreise
Regulär
Erwachsene 4,00 Euro Kinder, Schülerinnen und Schüler 2,00 Euro Ermäßigt 3,00 Euro- Zu ermäßigtem Eintritt sind folgende Personen berechtigt:
- Studierende, Auszubildende, FSJ
- Schwerbehinderte, Renten- und Pensionsempfänger
- Inhaber des "grünen Passes" der Stadt Rosenheim
Führungen
Gruppen ab 10 Personen 3,00 Euro pro Person zzgl. Eintrittspreis Sondertarif Schulklassen 2,00 Euro pro Schüler inkl. EintrittspreisFreier Eintritt
Kinder unter 6 Jahren Inhaber der Bayerischen EhrenamtskarteGruppen, Führungen, Schulklassen
Unsere erfahrenen Museumsmitarbeiter führen Besuchergruppen ab 10 Personen und Schulklassen durch das Museum, erläutern die Objekte und erzählen Geschichten über den Fluss und die Schifffahrt. Führungen bieten wir auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten an. Bitte kontaktieren Sie uns zur Terminvereinbarung telefonisch oder per E-Mail. Sonntags um 14 Uhr bieten wir bei ausreichender Nachfrage eine Gruppenführung an. Bitte fragen Sie vorab bei uns nach.Anfahrt
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Regionalbahn können Sie aus verschiedenen Richtungen bis Rosenheim fahren. Von dort laufen Sie rund 25 Minuten entlang des Mangfallkanals zu uns. Oder Sie nehmen einen Bus der Linien 435, 491, 492, 493, 494, 496, 497, 498 bis zu Haltestelle Innstraße (Audizentrum).Anfahrt mit dem Auto:
Von der Autobahn A8, Ausfahrt 102-Rosenheim folgen Sie der Rosenheimer/ Kufsteiner Straße Richtung Innenstadt. Nach Unterquerung der Bahnlinie biegen Sie rechts in die Brianconstraße ab, am Ende der Straße nach rechts in die Rathausstraße. Nach Überquerung der Mangfall biegen Sie links in die Chiemseestraße ab und an deren Ende nach rechts in die Innstraße stadtauswärts. Kurz vor der Inn-Brücke finden Sie unser Inn-Museum auf der rechten Seite. Direkt am Inn-Museum gibt es nur eingeschränkte Parkmöglichkeiten, Sie finden aber entlang der Innlände oder dem Floßweg Parkmöglichkeiten.
Museumspädagogische Projekte
Anmeldung über Kind und Werk, Tel.: 08031 37946Literatur (im Museum erhältlich)
- Töpfe – Truppen – Taschenuhren. Handel und Wandel auf und am Inn (1550-1650): Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung 13,00 Euro
- Das Inn-Museum, Museumsführer
- Schiffbau in Neubeuern 5,00 Euro
- Nußdorf und die Innschifffahrt 5,00 Euro
- Historische Karte des Inn (1689, Druck): Der Inn vom Kranzhorn bis Pfraundorf südlich Rosenheim 4,00 Euro
