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Geschichte des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim

Die Anfänge des öffentlichen Flussbaudienstes reichen in Bayern bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück – genauer bis in die Regierungszeit des Kurfürsten Karl Theodor (1777 bis 1799). Nach verschiedenen Um- und Neuordnungen der Bauverwaltung, entstanden im Jahr 1872 bayernweit 24 Straßen- und Flussbauämter – eins davon in Rosenheim.

1872

Gründung des Straßen- und Flussbauamtes

Das Rosenheimer Straßen- und Flussbauamt wird gegründet - der Vorläufer des heutigen Wasserwirtschaftsamtes.

1902

Gründung der Sektion für Wildbachverbauung

Die neugeschaffene Sektion für Wildbachverbauung in Rosenheim war eine eigene Behörde, die vorrangig für die Sanierung der Wildbacheinzugsgebiete und Schutzwälder zuständig war. Ziel war, Abfluss und Geschiebeführung und somit die Gefahr von Wildbächen zu reduzieren.

1908

Gründung des Kulturbauamts

1908 wurden neben den weiterhin bestehenden Straßen- und Flussbauämtern 21 Kulturbauämter errichtet und der Obersten Baubehörde im Staatsministerium des Inneren angegliedert. Die Aufgaben bestanden vor allem darin, die landwirtschaftliche Bodenkultur zu fördern. Daneben betreuten die Kulturbauämter Wasserversorgungsanlagen von Verbänden und Gemeinden mit weniger als 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

1941

Aus Kulturbauamt wird Wasserwirtschaftsamt

Mit der Verordnung der Bayerischen Landesregierung vom 11. Juni 1941 folgten mehrere Umbenennungen: Aus den Kulturbauämtern wurden Wasserwirtschaftsämter, die Sektion für Wildbachverbauung hieß ab sofort Wasserwirtschaftsamt Rosenheim II. Letzteres zog 1943 in die Räume des alten Finanzamtes in der Hindenburgstraße, die heutige Münchener Straße.

1944

Kurzzeitige Schließung des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim II

Am 15.08.1944 wurde die ehemalige Sektion für Wildbachverbauung, das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim II, stillgelegt. Die Mitarbeiter wurden eingesetzt, um die Schäden durch Bombenangriffe zu beseitigen.

1953

Neugründung der Wasserwirtschaftsämter

Das Aufgabengebiet der Wasserwirtschaftsämter erweiterte sich wesentlich durch das Gesetz vom 27. Juli 1953, das die Wildbachsektion auflöste und die Straßenbauämter zu eigenständigen Behörden ernannte. Die Flussbauaufgaben wurden den Wasserwirtschaftsämtern übertragen. Außerdem kamen Aufgaben auf dem Gebiet der Wasserversorgung und des Abwasserwesens hinzu.

1960

Neuer Sitz in der Königstraße 19

Das Wasserwirtschaftsamt zog in die Königstraße 19 – der ehemalige Sitz des Landratsamts, das beim ersten Luftangriff 1945 schwer getroffen wurde.

1989

Erweiterung des Amtsgebäudes

Wegen der steigenden Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern reichte der vorhandene Platz nicht mehr aus. Ein Anbau zur Straße Am Nörreut ergänzt seitdem das Amtsgebäude.

Heute

Ein Team aus Wasserprofis

Am Wasserwirtschaftsamt Rosenheim mit seinen drei Flussmeisterstellen in Rosenheim, Miesbach und Wasserburg arbeiten heute insgesamt rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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