Hochwasserschutz am Zeiselbach in Bad Wiessee
Das Hochwasser am 17. Juni 2020 hat gezeigt: Der Zeiselbach, ein ausgebauter Wildbach in Bad Wiessee, kann die großen Wassermassen bei einem Hochwasser nicht schadlos abführen. Deshalb setzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim und der Flussmeisterstelle Miesbach Maßnahmen zum Hochwasserschutz um.
Ziele der Bauarbeiten:
- Der Zeiselbach soll einem 100-jährlichem Hochwasser (HQ100) standhalten.
- Der ökologische Zustand des Bachs soll verbessert werden. Dabei wollen wir vor allem die Durchgängigkeit in der Gewässersohle wiederherstellen.
- In dem Zuge setzen wir auch nötige Instandsetzungsarbeiten am Zeiselbach durch.
Ablauf:
Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von der Mündung des Tegernsees bis zur Brücke Bundesstraße und wird voraussichtlich 2026 fertiggestellt sein. Aktuell bauen wir die Uferböschungen entlang des Dourdanplatzes zurück und sichern sie neu mit Wasserbausteinen. Der Boden des Bachs (die sogenannte Sohle) wurde erweitert und abgesenkt, damit ausreichend Raum für den Wasserfluss entsteht. Zwei begleitenden Böschungsmauern im Bereich der Bundesstraße sind ebenfalls im Aufbau. Für den zweiten Bauabschnitt (von Brücke B318 bis Schluchtlauf Zeiselbach) befindet sich die Gemeinde Bad Wiessee noch in Grundstücksverhandlungen.
Was bedeutet das für Anwohnerinnen und Anwohner?
Während der Bauzeit sind Lärm, Baustellen und Einschränkungen möglich. Die Arbeiten werden so geplant, dass die Auswirkungen möglichst gering bleiben. Wir bitten um Verständnis.Was ist ein HQ100?
HQ100 steht für ein Hochwasserereignis, das statistisch etwa einmal in 100 Jahren vorkommt. Der Klimazuschlag ist ein zusätzlicher Sicherheits-Puffer, weil in Zukunft heftigere Regenfälle häufiger möglich sind.
Durch Wasserbausteine gesicherte Ufer und Böschungsmauern am Zeiselbach.
