Attel

Umgehungsgerinne Grafing-Aiterndorf

Lageplan Bild vergrössern Lageplan

Im Rahmen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie wurde an der Attel bei Aiterndorf an einem über 2 m hohen Absturzbauwerk die lineare Durchgängigkeit wiederhergestellt. Die Durchgängigkeit wurde in Form eines 48 m langen Seitengerinnes mit insgesamt 7 Becken in aufgelöster Bauweise erzielt. Das alte Sperrenbauwerk wurde dabei auf Wunsch des Grundeigentümers nur unwesentlich verändert. Mit einer dauerhaften Wasserbeschickung von mindestens 100 l/s ist eine permanent gute Durchströmung im Seitengerinne gewährleistet. Somit wird den Fischen und allen anderen Gewässerlebewesen auch bei Niedrigwasser die Möglichkeit gegeben, bachaufwärts und -abwärts wandern zu können. Die Maßnahme wurde im Sommer 2011 durch die Flussmeisterstelle Wasserburg ausgeführt.

Kosten: 42.000 €.

Naturnahe Umgestaltung der Attel „Mündung Straußdorfer Gräben“

Endzustand, Blickrichtung Süden Bild vergrössern Endzustand, Blickrichtung Süden

Im Rahmen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie wurde die Attel im Bereich zwischen Flusskilometer 32,6 und Flusskilometer 33,0 naturnah umgestaltet.

Durch Ausbaggerungen wurde ein leicht mäandrierendes Gewässerbett mit unterschied-
lichen Gewässerbreiten, wechselnden Böschungsneigungen und unregelmäßiger Ufer-
linienführung angelegt. Linksseitig wurden Ausbuchtungen vorgenommen und auf der gegenüberliegenden Uferseite Buhnen und Ufervorschüttungen aus Wurzelstöcken und Wasserbausteinen zur Strömungslenkung eingebaut. Das neue Bachbett wurde im Querschnitt um mehr als die Hälfte vergrößert.

Durch die naturnahe Gestaltung wird das Strömungsverhalten der Attel maßgeblich beeinflusst und es entstehen wechselnde Fließgeschwindigkeiten, Kehrwasser-, Flach- und Tiefzonen, Prall- und Gleitufer sowie breitere Land-Wasserübergänge in den Ufer-
bereichen. Dadurch wird die Entwicklung einer hohen Artenvielfalt an Pflanzen und Kleinlebewesen unterstützt und für Fische und andere Kleinlebewesen ein neuer Lebensraum geschaffen. Desweitern wird durch den vergrößerten Bachquerschnitt ein verbesserter Hochwasserabfluss erzielt. Insgesamt erfährt der Gewässerabschnitt eine erhebliche Aufwertung hin zum guten Zustand im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie.

Der Ausbau wurde von der Flussmeisterstelle Wasserburg im Zeitraum Juli/August 2014 durchgeführt.

Kosten: 120.000 €.

Renaturierung des Gewässerlaufs im Bereich Hofberg

Endzustand, Renaturierung des Gewässerlaufs Bild vergrössern Endzustand, Renaturierung des Gewässerlaufs

An der Attel wurde ein ständig durchflossener Seitenarm angelegt, an dem ein Gewässeraltarm angeschlossen ist. Das Gewässerbett wurde mit unregelmäßigen Uferlinien und wechselnden Böschungsneigungen gestaltet. Natürliche Strukturelemente, die in der Sohle eingebracht wurden, erzeugen eine Strömungsvielfalt und dienen als Fischunterstände. Es ist eine abwechslungsreiche Gewässerlandschaft entstanden, die der Entwicklung einer hohen Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren dient. Der neu geschaffene Retentionsraum liefert einen Beitrag zur Dämpfung von Hochwasserspitzen.

Die Arbeiten wurden im Eigenbetrieb von der Flussmeisterstelle Wasserburg durchgeführt.

Es entstanden Kosten von 140.000 €.